Sie war — erneut — bei ihm zu besuch. Oh, welch wunderbare Frau … wie vernarrt er in sie war! Doch seine Schüchternheit stand, wie so oft schon, im Weg. Sie wollte noch kurz ihre Mails checken; natürlich war das für ihn kein Thema. Sie hatte so eine dämliche Kettenmail bekommen: Nun, wie es so kam, sollten sie sich was wünschen. Da niemand den eigenen Wunsch als Erster preisgeben wollte, schrieb ihn jeder auf einen Zettel. Sie schrieb: "Ich wünsche mir, dass du mich küsst." Er schrieb: "Ich wünsche mir, dass dein Wunsch in Erfüllung geht." Sie küssten sich nicht — die Schüchternheit eben.
Bedauern