ich kam rein ins zimmer, ein typisches krankenhauszimmer. zu quadratisch. zu fahl. zu unbeteiligt. oder vielleicht lag es an dem sturm in meinem kopf: zu chaotisch. zu intensiv. zu direkt.
er lag da, im bett, und auf dem weissen kissen und dem weissen laken lagen seine haare. er reichte mir eine haarschneidemaschine: "ich will nicht zuschauen, wie sie runterfallen." ich schor ihm also den kopf, was nicht aufs bett fiel, landete auf dem boden, weich und geräuschlos wie schnee.
wir hatten oft sex im krankenhaus, einmal auf der terrasse des obersten stockes, von wo aus man einen wunderbaren blick über die stadt hat. ich genoss die aussicht, und ich genoss ihn. der infusionsständer knallte dazu im rhythmus gegen die wand - ein protest des lebens gegen den tod.
Haare















