er sagte, er habe genug davon, immer stark sein zu müssen, immer derjenige sein zu müssen, der die anderen tröstet. ich fragte, ob er bei mir auch das gefühl habe, mich trösten zu müssen. er sagte "nein". ich sagte "gut". wir hörten auf zu reden und ertranken in küssen. als wir da lagen, atemlos, schweissbedeckt, fragte er: "warum tust du das?" - "weil es schön ist", sagte ich. "was ist schön?" - "Alles." - "Alles?" - "Alles, was wir gemacht haben, seit ich reingekommen bin."
später bat ich ihn um ein t-Shirt. "Warum willst du dich anziehen?" flüsterte er und schickte seine finger auf eine reise durch das gebiet, das er soeben erobert hatte. "weil ich mich nackt fühle", sagte ich. "du BIST nackt." - "ich möchte nicht SO nackt sein."
Er gab mir ein t-Shirt, ein rotes, das einzige in seinem wäschestapel, das ordentlich gefaltet war.
erobert















